grafisches element: inhaltsbegrenzung

Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und Dyskalkulie - Diagnostik und Förderung

LRS

Eine qualitative Fehleranalyse anhand von Aufsätzen und Diktaten und eine umfangreiche Diagnostik der Wahrnehmungsfunktionen sind die wesentlichen Elemente der LRS-Diagnostik im HPZ.
In Kleingruppen von maximal drei Kindern ist eine intensive und individuelle Förderung möglich.

Ausführliche Diagnostik:
  • Qualitative Fehleranalyse
  • Überprüfung der am Lese- und Rechtschreiberwerb beteiligten Funktionen, im Besonderen:
    • Lautunterscheidung und Lauttrennschärfe
    • zeitliche visuelle und auditive Verarbeitung (sensorische Integration)
    • auditive und visuelle Merkfähigkeit (Speicherfunktion)
    • optische Differenzierung (Wahrnehmung der Raum-Lage und räumlicher Beziehungen)
    • Augenfunktionstests
    • rhythmische Differenzierung
    • Visuomotorik
    • Feinmotorik
    • Sprachanalyse der sprachlichen Basisfunktionen

Individuelle Förderung:
  • Gezieltes Arbeiten an individuellen Fehlerschwerpunkten
  • Spezielles Training der Wortdurchgliederung und des laut- und silbenbegleitenden Mitsprechens beim Schreiben
  • Individuelle Förderung in Kleingruppen mit maximal drei Kindern
  • Elternberatung und Elterninstruktion
Der Förderkurs findet einmal pro Woche mit einer Kleingruppe von maximal drei Kindern für die Dauer von 60 Minuten statt.
Die Förderung von Kindern mit LRS bringt keine schnellen Erfolge, denn die zumeist vom Lesen und Schreiben frustrierten Kinder müssen langsam wieder an den Umgang mit der deutschen Sprache herangeführt werden. Deshalb sollte die Förderung langfristig eingeplant werden - denn auch wir können nicht zaubern.
Im Förderkurs wird den Kindern unter anderem die Möglichkeit gegeben, Motivation zu tanken und Einsichten in die Struktur unserer Sprache zu gewinnen.

Dyskalkulie

Auch bei Dyskalkulie ist eine ausführliche Diagnostik die notwendige Grundlage für eine individuelle und effektive Förderung. Schwerpunkte des individuellen Förderbedarfs lassen sich besonders über die Erstellung eines Arithmetikprofils gut bestimmen, mit dem typische Schwächen und Fehler in der Rechenweise erfasst werden können. In den Dyskalkulie-Gruppen des HPZ erfahren die Kinder in Kleingruppen von maximal drei Kindern eine intensive und spezifische Förderung.

 

zur Druckversion >> letzte Änderung: 14.07.2009


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